Stilvoller Abschluss des Jubiläumsjahres
Aus unseren Vereinen | Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold (25.03.2026) – Der Auftakt zum Jubiläumsjahr »25 Jahre Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold« wurde mit der ordentlichen Generalversammlung am 8. Jänner 2025 im Thronsaal des Stiftes Klosterneuburg gegeben. Kaiser Karl VI. legte einerseits den Grundstein für den Österreichischen Escorial im Stift Klosterneuburg und andererseits ließ er die schönste Reitbahn der Welt, die Winterreitschule der Spanischen Hofreitschule, in Wien errichten. Die Vorliebe des Kaisers für die Lipizzaner ist an beiden Orten deutlich feststellbar. Er ließ nämlich von dem von ihm ernannten Hof- und Kammermaler Johann Georg Hamilton herrliche Pferdeporträts für die Wiener Hofburg und für den Thronsaal der Kaiserzimmer in Klosterneuburg anfertigen.

Die Teilnehmer:innen der Generalversammlung des Reitkultur-Vereins Weiß-Blau-Gold am 21. März 2026 im Schloß Schönbrunn bedankten sich bei Wolfgang Smejkal (links im Bild), Leitung Gästeservice und Kulturvermittlung im Schloß Schönbrunn, der den Zutritt zum Rösselzimmer ermöglichte. © Otto Hofer-Brennand
Generalversammlung im Schloss Schönbrunn mit Besichtigung des Rösselzimmers
Der Abschluss zum Jubiläumsjahr des gegenständlichen Pferdesportvereins fand mit der ordentlichen Generalversammlung am 21. März 2026 im Rösselzimmer des Schlosses Schönbrunn statt. Die für das Rösselzimmer namensgebende Serie von Pferdedarstellungen besteht aus zwanzig auf Kupferplatten gemalten Pferdeporträts und vier großformatigen Gestütsbildern unter anderem von Johann Georg von Hamilton (1672–1737). Die künstlerisch hochwertigen Gemälde bezeugen die hohe Bedeutung von edlen Pferden für die höfische Repräsentation. Die zwischen 1720 und 1730 datierten Gemälde gehören zum ältesten Ausstattungsbestand Schönbrunns.
Die Wahlen des Vorstands und der Rechnungsprüfer des Reitkultur-Vereins Weiß-Blau-Gold zählten zu den Tagesordnungspunkten der ordentlichen Generalversammlung am 21. März 2026. In den Vorstand wurden einerseits die beiden Gründungsmitglieder Otto Kurt Knoll (Präsident) und Werner Aschauer (Vizepräsident) sowie Carola Reinwein (Schriftführerin) wiedergewählt; neu in den Vorstand wurden Veronika Hager (Schatzmeisterin) und Tamara Aschauer-Linda (Schriftführerinstellvertreterin und Schatzmeisterinstellvertreterin) gewählt. Zu den beiden Rechnungsprüfern wurden Franziska Partinger und erstmals Otto Hofer-Brennand gewählt. Die Generalversammlung sprach an Karin Aschauer, die seit der Gründung bis zur Vorstandswahl 2026 Schatzmeisterin war, und Johann Grubmüller, der die letzten zehn Jahre bis zur Vorstandswahl 2026 Schriftführerinstellvertreter und Schatzmeisterinstellvertreter war, sowie an Otto Hofer, der die letzten 23 Jahre bis zur Generalversammlung 2026 Rechnungsprüfer war, Dank und Anerkennung aus. Mit diesen Wahlen ist ein deutliches Zeichen der Übernahme von Vereinsfunktionen durch die jüngere Generation gesetzt worden. Die „familiäre“ Größe des Pferdesportvereins hat sich bewährt und soll auch weiterhin gepflegt werden, zumal erfreulicherweise eine hohe Teilnahmequote bei Veranstaltungen zu verzeichnen ist. Als Erfolg für den Niederösterreichischen Pferdesportverband kann der Verein verbuchen, dass er immer wieder Reiter:innen motiviert und unterstützt hat einen eigenen Pferdesportverein zu gründen. Der Verein hat den Impuls für die institutionelle Verankerung der Kultur im Österreichischen Pferdesportverband (OEPS) sowie in den zugehörigen Landesverbänden gegeben. Mittlerweile hat er sich bundesweit als eine der gestalterischen Säulen in der Equidenkultur etabliert. Zudem hat der Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold seit seiner Gründung noch nie eine finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand und durch einen Pferdesportverband erhalten, sondern vielmehr durch ehrenamtliches Engagement nachhaltige Leistungen für die Gesellschaft und das Land erbracht.
Ein besonderer Dank gilt der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. für die Erlaubnis und die Gastfreundschaft der Durchführung der Generalversammlung an einem für die Freunde der Pferdekultur besonderen Ort – dem Rösselzimmer. Damit spannt sich der Bogen von der Generalversammlung des Auftakts zu jener des Abschlusses des Jubiläumsjahres des Reitkultur-Vereins Weiß-Blau-Gold, zumal der Thronsaal des Stiftes Klosterneuburg und das Rösselzimmer des Schlosses Schönbrunn jeweils mit Gemälden von Rössern des Kaisers, die der Hof- und Kammermaler Johann Georg Hamilton geschaffen hat, gestaltet sind.

Die Teilnehmer:innen beim Abschluss des Jubiläumsjahres »25 Jahre Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold« vor dem barocken Imperialwagen in der Kaiserlichen Wagenburg Wien, der bei allerhöchsten Ereignissen wie Krönungen, Hochzeiten oder Einzügen Verwendung fand. Der kaiserliche Paradewagen war den Vereinsmitgliedern willkommen, um Überlegungen über den Stellenwert der Kultur in der Pferdewelt anzustellen. © Otto Hofer-Brennand
Sonderführung durch die Kaiserliche Wagenburg Wien
Die zum Kunsthistorischen Museum Wien gehörende Kaiserliche Wagenburg befindet sich auf dem Areal des Schlosses Schönbrunn. In diesem Museum werden die Reste des ursprünglich über 600 Fahrzeuge umfassenden Fuhrparks des Wiener Hofes aufbewahrt und präsentiert: Neben den großen Prunkkarossen, mit denen der Monarch seine Macht demonstrierte, gab es „Leib“-Wägen für die kaiserliche Familie, Dienstfahrzeuge für die Hofangestellten, Lastwägen für den Transport von Gütern sowie Reise-, Sport-, Freizeit- und Kindergefährte.

Die Teilnehmer:innen beim Abschluss des Jubiläumsjahres »25 Jahre Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold« blickten bei der Gala-Maultiersänfte in der Kaiserlichen Wagenburg Wien auf ein gelungenes Festjahr bis zum Auftakt in Klosterneuburg zurück. © Otto Hofer-Brennand
Die Gala-Maultiersänfte, um 1700, ist das älteste Inventar der Kaiserlichen Wagenburg Wien. Mit ihr wurde seinerzeit der Österreichische Erzherzogshut, die »heilige Krone Österreichs«, in einer feierlichen Prozession begleitet von Garden (auch berittene) und Livrierten vom Stift Klosterneuburg zur Erbhuldigung nach Wien und wieder zurückgebracht. Mit einer Sonderführung für den Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold durch die Kaiserliche Wagenburg spannte sich auch hierin der Bogen vom Auftakt zu jenem des Abschlusses des Jubiläumsjahres.
Mittagstisch auf der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
Mit dem gemeinsamen Mittagstisch auf der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik fand das Jubiläumsjahr seinen kulinarischen Ausklang. Die Hochschule befindet sich auf einem 26.000 Quadratmeter großen Grundstück auf dem Tratzerberg in Wien – Ober St. Veit, das eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat. Es ist die einzige Aus- und Fortbildungsstätte in Österreich für Agrar- und Umweltpädagog:innen, Berater:innen im Agrar- und Umweltbereich, Lehrkräfte aus dem landwirtschaftlichen Schulwesen und Mitarbeiter:innen des landwirtschaftlichen Beratungs- und Förderungsdienstes. Seit etlichen Jahren finden an der akademischen Bildungseinrichtung Veranstaltungen und Lehrveranstaltungen zu Pferdethemen statt. Als Beispiel sei der Fachtag »Ethik und Kultur in der Pferdewelt« angeführt, der im November 2025 vom Referat »Kultur und Pferd« des Niederösterreichischen Pferdesportverbandes unter anderem in Kooperation mit dem Österreichischen Pferdesportverband und dem Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold auf der Hochschule ausgetragen wurde.
Abschluss des Jubiläumsjahres mit Ausblick
Der Zuspruch der Vereinsmitglieder aller Generationen zeugt von der Richtigkeit des innovativen Weges, den der Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold beschreitet. Die ordentliche Generalversammlung am 21. März 2026 sprach allen innerhalb und außerhalb der Pferdewelt, die durch ein konstruktives Miteinander mit dem Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold verbunden sind, Dank und Anerkennung aus.
Wie bereits beim gelungenen Auftakt formulierte Präsident Otto Kurt Knoll auch beim gelungenen Abschluss des Jubiläumsjahres 2025 des Reitkultur-Vereins Weiß-Blau-Gold seinen Wunsch für die Zukunft: „Der Philosoph Xenophon hat vor 2400 Jahren gelehrt, dass alles Reiten von der Kultur geprägt sein muss. Ich meine, wenn alles Pferdesportgeschehen in der Kultur eingebettet ist, werden alle Themen der Ethik und des Umgangs mit dem Partner Pferd immer positiv aufschlagen und konkludent wird dem Pferdesport eine gute Zukunft gewiss sein. Dafür wollen wir uns im Verein stark machen.“
Grußbotschaft zum Abschluss des Jubiläumsjahres
Reitmeister Arthur Kottas-Heldenberg, einst Erster Oberbereiter an der Spanischen Hofreitschule zu Wien, übermittelte an die Generalversammlung 2026 eine Grußbotschaft. Der Doyen der Reitkunst in seiner Grußadresse: “Aus meiner Sicht sehe ich den Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold als eine wichtige und hilfreiche Einrichtung für die Zukunft des Pferdesports und ich schätze mich sehr glücklich, dass ich mit ihm verbunden bin. Ich wünsche dem Verein eine gute Zukunft und verbleibe mit Reitergruß! Ihr Arthur Kottas-Heldenberg“
>> Rückblick zum Auftakt des Jubiläumsjahres im Stift Klosterneuburg
>> Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold, Jubiläumsprogramm 2025 (Jahresprogramm Stand 23. März 2026)
Quelle: Reitkultur-Verein Weiß-Blau-Gold


