Sichtung Weikersdorf: Giczy, Staufer, Spranz und Gruber erfolgreich gesichtet für NÖ

Pressemitteilung | HCHC Weikersdorf (07.03.2022) – Das High Class Horse Center in Weikersdorf (NÖ) war von 04. bis 06. März Austragungsort des zweiten Teils der ersten Dressur-Sichtung 2022. Dieses Mal standen die Nachwuchsbewerbe auf dem Programm. 25 der 32 Reiter*innen erreichten ein positives Sichtungsergebnis. Für Niederösterreich erreichten die Sportland NÖ NOEPS Talente Teamreiter Elisabeth Giczy und Selina Staufer, sowie Fiona Spranz  und Jessica Gruber die erforderlichen Prozentpunkte. 

Fiona Spranz (NÖ) und Liberte. © István Lehoczky

65 und 66 waren die Zahlen des Wochenendes. Denn diese Prozentpunkte galt es für die Nachwuchstalente zu erreichen, um das Turnier mit einem positiven Sichtungsergebnis zu verlassen. Das High Class Horse Center im niederösterreichischen Weikersdorf war am vergangenen Wochenende Gastgeber der Dressur-Sichtung der Nachwuchsreiter*innen. Insgesamt zwei Bewerbe, einen am Samstag und einen am Sonntag, hatten die Teilnehmer*innen in den Klassen Junge Reiter, Junioren, Jugend und Pony zu reiten. Der Schnitt aus beiden Ergebnissen muss über 65 Prozent liegen, um an internationalen Turnieren im Inland teilnehmen zu dürfen. Ab einem Schnitt von 66 Prozent darf das junge Talent Österreich auch auf internationalem Parkett im Ausland repräsentieren. 25 von 32 Starter*innen erfüllen diese Kriterien. Einige von ihnen sind in diesem Jahr in neue Klassen aufgestiegen und haben neue Pferde unter dem Sattel. Eines scheint schon jetzt klar: Österreichs Nachwuchs ist für die Saison gerüstet.

Paul Jöbst (ST) & Bodyguard. © István Lehoczky

Paul Jöbstl (ST) & Bodyguard. © István Lehoczky

Umstieg gelungen

Spätestens nach dem zweiten Sichtungsbewerb stand fest: Bei den Jungen Reitern hat Österreich in dieser Saison zwei heiße Eisen im Feuer. Paul Jöbstl und Felicita Simoncic lagen in beiden Bewerben an der Spitze. Sie beide sind im vergangenen Jahr noch in der Junioren-Klasse angetreten. Und beide bewiesen, dass die Lektionen der Jungen Reiter sitzen und sie in der nächsten Altersklasse angekommen sind. Paul Jöbstl stellte einerseits den 13-jährigen Hannoveranerhengst Bodyguard vor. Die beiden haben bereits eine gemeinsame internationale Saison bei den Junioren hinter sich, in der sie beinahe alles abgeräumt haben, was es zum Abräumen gab. Sechs internationale Siege und zwei EM-Bronzemedaillen lautete die erfolgreiche Bilanz. Nun soll es in dieser Tonart auch bei den Jungen Reitern weitergehen. Der Grundstein dafür ist gelegt. Mit 71,783 % und 72,763 % in den beiden Sichtungsbewerben haben Jöbstl und Bodyguard die Kriterien für internationale Starts mehr als erfüllt.

Mit Dunkelbunt brachte Jöbstl noch ein zweites Pferd nach Weikersdorf. Auch den Bayerischen Wallach stellte er im Rahmen der Sichtung vor. Mit einem Schnitt von 68,474 % ist Jösbtl auch mit diesem Pferd für internationale Auftritte gesichtet. „Mein Gefühl mit beiden Pferden war auf diesem Turnier sehr gut. Ich konnte jeden Tag ein bisschen besser Fuß in den neuen Programmen fassen und dadurch immer mehr Risiko nehmen. Besonders stolz bin ich auch auf meinen Dunkelbunt, da er sich neuerdings so toll präsentiert“, sagt Jöbstl.

Felicita Simoncic trat mit Chemxpro Ivar an. Der KWPN-Wallach ist erst seit gut einem Monat in ihrem Besitz, das Sichtungsturnier der zweite Turnierstart der beiden. „Ivar hat sich in der kurzen Zeit komplett auf mich eingespielt. Das ganze Team ist so stolz auf ihn und darauf, wie er das an diesem Wochenende gemacht hat“, sagt die Wienerin. Sie knackte ebenfalls in beiden Sichtungsbewerben die 70-Prozent-Marke und gab mit einem Schnitt von 70,869 % eine starke Empfehlung für die Saison ab. Auch Simoncic hat noch ein zweites Pferd im Rennen, den Hannoveraner Connery Junior. Mit ihm ist sie bereits seit 2020 in der Juniorenklasse international aktiv. Mit einem Schnitt von 68,106 % hat die 17-Jährige auch mit ihm die Sichtung positiv absolviert. „Connerys erster Tag war leider nicht ganz unser Highlight. Dafür habe ich dann noch mehr Ehrgeiz entwickelt. Das hat Connery mitbekommen und super gut mitgemacht. Ich bin auch auf ihn sehr stolz, da das erst sein zweites Turnier in der Junge-Reiter-Klasse war und für ihn einige Lektionen nicht so leicht sind wie für Ivar. Doch er hat sich am Sonntag super toll reiten lassen“, resümiert Simoncic.

Insgesamt waren bei den Jungen Reitern zwölf Reiter*in-Pferd-Paare am Start. Sieben von ihnen sind für internationale Starts im Ausland, zwei weitere für internationale Starts im Inland gesichtet.

Florentina Jöbstl (ST) & Floortje. © István Lehoczky

Florentina Jöbstl (ST) & Floortje. © István Lehoczky

Steirerinnen dominieren Juniorenklasse

Ebenfalls neun Reiter*innen erhielten bei den Junioren ein positives Sichtungsergebnis, wovon sechs die 66 % überboten. In beiden Sichtungsbewerben war das Podest fest in Steirischer Hand. Florentina Jöbstl nahm – wie ihr Bruder Paul – mit zwei Pferden an der Sichtung teil. Zum einen mit ihrem Neuzugang Floortje. Die zwölfjährige KWPN-Stute wechselte Ende vergangenen Jahres von der niederländischen Grand-Prix-Reiterin Thamar Zweistra in die Steiermark. Jöbstl und die Stute scheinen sich bereits gut aufeinander eingespielt zu haben. Mit einem Schnitt von 71,129 % gewannen sie beide Sichtungsbewerbe mit Repsektabstand auf das übrige Teilnehmerfeld. Die dreifache EM-Teilnehmerin hat mit Coco Procol Harum ein weiteres Top-Pferd im Stall. Kennern der Szene ist der lackschwarze Oldenburger schon lange ein Begriff. Er vertrat Österreich unter der Grazerin Florentina Lorenz bei vier Championaten. 2018 wechselte der Wallach zu Paul Jöbstl, der mit ihm ein weiteres Junioren-Championat bestritt. Im vergangenen Jahr nahm Pauls jüngere Schwester im Sattel des Routiniers Platz und war mit ihm bereits im französischen Compiègne international am Start gewesen. In den Sichtungsbewerben wurden sie Zweite und Dritte und erreichte mit durchschnittlich 68,736 % ein weiteres positives Sichtungsergebnis. „Ich bin zufrieden, dass sich die Winterarbeit so gut ausgezahlt hat. Ich konnte mich mit beiden Pferden von Tag zu Tag verbessern. Es ist aber noch immer viel Luft nach oben. Ich freue mich sehr auf die kommenden Turniere mit den beiden“, sagt die dreifache EM-Teilnehmerin.

Neben Jöbstl ritt die Steirerin Corinna Gebhard an beiden Tagen aufs Podest. Sie trat mit dem Breitling-W-Nachkommen Brighton bei der Junioren-Sichtung an. Das Duo ist bereits seit dem Jahr 2018 gemeinsam auf internationalen Turnieren zu sehen. Brighton begleitete Gebhard auch auf die Children-EM 2018 im französischen Fontainebleau. Mit einem Schnitt von 68,973 % steht einer weiteren erfolgreichen internationalen Saison nichts im Weg.

Und schließlich zeigte auch Florentina Jöbstls jüngere Schwester Fanny Jöbstl auf. Die 16-Jährige steigt in diesem Jahr in die Juniorenklasse um, war aber bereits dreimal bei Pony-Europameisterschaften am Start. Auch sie hat seit Herbst 2021 ein neues Pferd unter dem Sattel. Die zehnjährige Fuchsstute Simsalabim OLD soll ihr den Weg in die Juniorenklasse ebnen. Die Stute war unter der deutschen Charlotte Schürmann bis Inter II erfolgreich. Mit einem Schnitt von 67,144 % und dem vierten Rang im zweiten Sichtungsbewerb scheint auch dieses Steirische Duo für die Saison bereit zu sein.

Selina Staufer (NÖ) & Pearcy Jackson. © István Lehoczky

Selina Staufer (NÖ) & Pearcy Jackson. © István Lehoczky

Newcomer und Routiniers in Pony- und Jugendklasse

Acht Reiterinnen bewarben sich um internationale Startplätze in der Ponyklasse. Sechs von ihnen beendeten die Sichtung mit positivem Sichtungsergebnis. Unter ihnen etwa die Wienerin Katharina Zajic, die im Sattel von Don Joan den zweiten Sichtungsbewerb gewann, im ersten Bewerb auf dem zweiten Platz landete. Sie beendet die Sichtung mit einem Schnitt von 68,540 %. Zajic und ihr Palominowallach hatten im vergangenen Jahr ihr internationales Debüt gefeiert.

Der Sieg im ersten Sichtungsbewerb ging mit Amida Wikus ebenfalls an Wien. Die 15-Jährige war im vergangenen Jahr erstmals international am Start gewesen und konnte gleich drei Siege feiern. Sie und ihr deutscher Ponywallach Delightful Drogba beendeten die Sichtung mit durchschnittlich 68,049 %. Der dritte Platz in beiden Bewerben ging an die Niederösterreicherin Selina Staufer. Sie absolvierte die Sichtung mit Wallach Pearcy Jackson. Staufer war bisher noch nicht international am Start gewesen, erhält aber mit einem Schnitt von 67,701 % die diesjährige Starterlaubnis.

In der Jugendklasse hat lediglich eine Reiterin ihre Nennung abgegeben, was aber keinesfalls ihre Leistung schmälern soll. Denn die Tirolerin Sophie Marie Birkmann absolvierte die Sichtung auf Anhieb mit positivem Ergebnis. Sie ist international noch ein unbeschriebenes Blatt, erreichte aber gemeinsam mit ihrem Bayerischen Wallach Dollar Deluxe MB einen Schnitt von 68,790 % und hat sich somit ihr internationales Startticket redlich verdient.

Liste positiv gesichteter Reiter*innen:

Junge Reiter:

– Paul Jöbstl / Bodyguard (ST) 72,263 % (71,763 % & 72,763 %)

– Felicita Simoncic / Chemxpro Ivar (W) 70,869 % (70,763 % & 70,974 %)

– Paul Jöbstl / Dunkelbunt (ST) 68,474 % (67,816 % & 69,132 %)

– Felicita Simoncic / Connery Junior (W) 68,106 % (66,632 % & 69,579 %)

– Felix Artner / Fasten Seat Belt (K) 66,816 % (66,947 % & 66,684 %)

– Magdalena Kraxenberger / Francesca KWR (OÖ) 66,606 % (65,632 % & 67,579 %)

– Corinna Gebhard / Bellagio (ST) 66,355 % (66,789 % & 65,921 %)

Fiona Spranz / Liberte (NÖ) 66,539 % (67,816 % & 65,263%)

– Anna-Katharina Schwarzlmüller / Sansita (OÖ) 65,355 % (66,289 % & 64,421 %)

Junioren:

– Florentina Jöbstl / Floortje (ST) 71,129 % (70,766 % & 71,491 %)

– Corinna Gebhard / Brighton (ST) 68,973 % (68,604 % & 69,342 %)

– Florentina Jöbstl / Coco Procol Harum (ST) 68,736 % (68,919 % & 68,553 %)

– Fanny Jöbstl / Simsalabim OLD (ST) 67,144 % (66,261 % & 68,026 %)

Elisabeth Giczy / Fauntleroy (NÖ) 66,651 % (67,117 % & 66,184 %)

– Johanna Küssinger / Don Corleone (W) 66,198 % (67,658 % & 64,737 %)

– Laetitia Lumbe / Findet Nemo (W) 65,928 % (67,207 % & 64,649 %)

– Jessica Gruber / Franziskaner (NÖ) 65,289 % (65,315 % & 65,263 %)

– Antonia Illichmann / Boston’s Junior (W) 65,066 % (66,622 % & 63,509 %)

Jugend:

– Sophie Marie Birkmann / Dollar Deluxe MB (T) 68,790 % (69,075 % & 68,505 %)

Ponies:

– Katharina Zajic / Don Joan (W) 68,540 % (67,607 % & 69,472 %)

– Amida Wikus / Delightful Drogba (W) 68,049 % (68,333 % & 67,764 %)

– Selina Staufer / Pearcy Jackson (NÖ) 67,701 % (67,393 % & 68,008 %)

– Mariella Riedler / Latino (ST) 67,675 % (67,179 % & 68,171 %)

– Chiara Wurm / Daktari SJ (ST) 66,821 % (67,179 % & 66,463 %)

– Alina Carla Mach / Der kleine Lord (W) 66,198 % (64,915 % & 67,480 %)

Weitere Informationen:
Start- und Ergebnislisten: www.horse-events.at
Informationen zum Veranstalter: www.hchc.at
Aktuelle News & Tagesberichte: www.pferdenews.eu

 

Dressur-Championate 2022:
25.–31. Juli EM Junioren & Junge Reiter in Hartpury (GBR)
3.–7. August Pony-EM in Strzegom (POL)
6.–14. August Dressur World Championship in Herning (DEN)
24.–28. August EM Children & U25 in Pilisjàszfallu (HUN)


Quelle: Pressemitteilung | HCHC Weikersdorf (07.03.2022)