Ländliche Meisterschaften 2020 – neuer Austragungsmodus bewährt

Ländliche Reiter & Fahrer 02.11.2020 – Gemäß dem Leitbild sind die Ländlichen Reiter und Fahrer insbesondere der Tradition und dem Brauchtum rund um das Pferdewesen, der Zucht einheimischer Rassen, aber auch dem Amateursport verbunden. Dieser Ideologie entsprechend haben die Ländlichen NÖ im heurigen Jahr erstmals ihre Meisterschaften in den verschiedenen Sparten nicht nach dem Alter der Teilnehmer (Allg. Klasse, Jugend, Junioren), sondern nach den Lizenzen ausgeschrieben.

Die NÖ Noriker-Dressurreiterinnen Chiara Ille, Patricia Habeler, Anna Baldauf und Charlotte Gruber (v.l.n.r.). © Manuela Baldauf

Die NÖ Noriker-Dressurreiterinnen Chiara Ille, Patricia Habeler, Anna Baldauf und Charlotte Gruber (v.l.n.r.). © Manuela Baldauf

In Abhängigkeit der Sparte und der jeweiligen Rasse wurden Lizenzklassen getrennt oder auch zusammengefasst bzw. auch Meisterschaften für Teilnehmer „ohne Lizenz“ ausgeschrieben. Die besten jugendlichen Teilnehmer wurden eigens ausgezeichnet, ebenso wie die besten NÖ und österreichischen Pferde. Kaderreiter bzw. Reiter der höchsten Lizenzklasse konnten entweder nicht, oder nur unter besonderen Bedingungen (max. 7-jährige österreichische Pferde) teilnehmen. Insgesamt also ein Austragungsmodus, wo Reiter der gleichen Leistungsklasse, unabhängig vom Alter, gegeneinander konkurrieren und Amateure bevorzugt werden.

Der Vorstand der Ländlichen NÖ hat grundsätzlich vereinbart, diesen neuen Austragungsmodus jährlich zu evaluieren und nach 3 Jahren eine endgültige Entscheidung über den Weiterbestand zu treffen. Im heurigen Jahr wurden sämtliche Meisterschaften, außer Haflinger Dressur, ausgetragen, wobei natürlich die Rahmenbedingungen denkbar schwierig waren, eine Bewertung anhand der Teilnehmerzahlen ist deshalb kaum möglich.

Eine deutliche Steigerung der Teilnehmer gab es in Dressur/Warmblut und Springen Haflinger/Ponys, ein Rückgang war beim Springen/Warmblut und auch in der Vielseitigkeit zu verzeichnen. Die Anzahl der Teilnehmer mit niedrigeren Lizenzen ist gestiegen, erstmals haben auch Reiter/innen ohne Lizenz in zufriedenstellender Anzahl teilgenommen.

Aus zahlreichen Gesprächen mit Teilnehmern kann fürs Erste einmal eine positive Resonanz bemerkt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Meisterschaften im nächsten Jahr unter „normalen“ Bedingungen ausgetragen werden können und wir dann zu einer realistischeren Zwischenbilanz kommen werden.

Quelle: Ländliche Reiter und Fahrer