Das Pferd in seiner kulturellen Dimension: 1000 Jahre Pferdegeschichte – das älteste Gestüt Europas

Pressemitteilung | Kultur und Pferd (14.09.2021) – Am 10. September 2021 wurde der Reigen zu einer historischen Premiere des Miteinanders zwischen Österreich und der Schweiz mit einer Pferdegespannfahrt vom Marstall im Kloster Einsiedeln zum barocken Klosterplatz eröffnet. Mit dabei war eine über hundertjährige restaurierte Kutsche, die eine Rarität der Schweizer Kutschenproduktion ist. Diese Kutsche wurde von zwei Einsiedler Pferden gezogen – eine Schweizer Pferdezuchtlinie mit einer über tausendjährigen Tradition. Vor der imposanten grössten Barockanlage der Schweiz strömten zahlreiche Zuschauer herbei, um dieses seltene Ereignis zu bestaunen. Einsiedeln ist der meistbesuchte Wallfahrtsort der Schweiz.

Einsiedler Pferde mit historischem Schweizer Landauer auf dem Klosterplatz Einsiedeln. © Einsiedler Pferde

Einsiedler Pferde mit historischem Schweizer Landauer auf dem Klosterplatz Einsiedeln. © Einsiedler Pferde

Im Anschluss begleitete die Geschäftsführerin des ältesten Pferdestalls der Schweiz, des Marstalls im Kloster Einsiedeln, eine kultur- und pferdebegeisterte Gästeschar durch die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der traditionellen Einsiedler Pferde.

Empfang in der Papstsuite des Klosters Einsiedeln (v.l.n.r.): Präsident Charles Troillet (Schweizerischer Verband für Pferdesport), Muriel Willi (Kunsthistorikerin), Olivia Cortesi (Delegationsleiterin der Pferdesportler mit Einsiedler Pferden bei der 1. Österreichischen Rosswallfahrt 2022), Geschäftsführerin Esther Weiss (Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht - Für das Einsiedler Pferd), Bundeskulturreferent Otto Kurt Knoll (Österreichischer Pferdesportverband). © Einsiedler Pferde

Empfang in der Papstsuite des Klosters Einsiedeln (v.l.n.r.): Präsident Charles Troillet (Schweizerischer Verband für Pferdesport), Muriel Willi (Kunsthistorikerin), Olivia Cortesi (Delegationsleiterin der Pferdesportler mit Einsiedler Pferden bei der 1. Österreichischen Rosswallfahrt 2022), Geschäftsführerin Esther Weiss (Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht – Für das Einsiedler Pferd), Bundeskulturreferent Otto Kurt Knoll (Österreichischer Pferdesportverband). © Einsiedler Pferde

Nach dem Motto «Aller guten Dinge sind drei» fand am Abend im barocken Festsaal des Klosters Einsiedeln, in feierlichem Rahmen eine Soirée zum Thema «Das Pferd in seiner kulturellen Dimension» statt. Urban Federer, Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz und Abt von Einsiedeln, betonte in seiner Begrüssung den hohen Stellenwert der Cavalli della Madonna – wie die Einsiedler Pferde auch genannt werden – in der über tausendjährigen Geschichte des Klosters von Einsiedeln. Federer wies auf die barocke Darstellung des Habsburger Erzherzoges Maximilian im Festsaal hin, die die historische Beziehung zwischen Österreich und der Schweiz bildlich aufzeigt.

Gastvortrag im barocken Festsaal des Klosters Einsiedeln: Bundeskulturreferent Otto Kurt Knoll (Österreichischer Pferdesportverband). © Einsiedler Pferde

Gastvortrag im barocken Festsaal des Klosters Einsiedeln: Bundeskulturreferent Otto Kurt Knoll (Österreichischer Pferdesportverband). © Einsiedler Pferde

In seinem Festvortrag erläuterte Otto Kurt Knoll, Bundeskulturreferent des Österreichischen Pferdesportverbandes, die kulturelle Dimension des Pferdes im europäischen Kontext mit Schwerpunkt seiner Sicht aus Österreich. Knoll reflektierte die kulturhistorische Bedeutung des Pferdes für die Zukunft uns gab Impulse für weitere kulturelle Initiativen, die von der Pferdewelt länderübergreifend ergriffen werden können.
Roger Zosso, der Moderator der Veranstaltung, erörterte bei der Podiumsdiskussion mit Urban Federer, Otto Kurt Knoll, Charles Troillet (Präsident des Schweizer Verbandes für Pferdesport) und Muriel Willi (Kunsthistorikerin) das Thema Kultur und Pferd in Gegenwart und Zukunft. Troillet kann sich gleichsam wie Österreich die institutionelle Verankerung der Kultur im Schweizer Pferdesportverband und sogar auf internationaler Ebene vorstellen. Laut Willi ist dies ein wichtige Thematik, damit die Reiterwelt ihren Beitrag in der Gesellschaft stärken kann und positiv wahrgenommen wird. Der Abend wurde stilvoll von klassischer Musik auf höchstem Niveau begleitet.

Siegerfohlen der Einsiedler Pferde 2021 (v.l.n.r.): Bundeskulturreferent Otto Kurt Knoll (Österreichischer Pferdesportverband), Einsiedler Stute (Mutter des Siegerfohlens), Züchterin Ursi Kälin des Siegerfohlens, Geschäftsführerin Esther Weiss (Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht - Für das Einsiedler Pferd), Siegerfohlen X-Tra MKE, Präsidentin Jenny Schindler (Pferdezuchtgenossenschaft Einsiedeln). © Einsiedler Pferde

Siegerfohlen der Einsiedler Pferde 2021 (v.l.n.r.): Bundeskulturreferent Otto Kurt Knoll (Österreichischer Pferdesportverband), Einsiedler Stute (Mutter des Siegerfohlens), Züchterin Ursi Kälin des Siegerfohlens, Geschäftsführerin Esther Weiss (Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht – Für das Einsiedler Pferd), Siegerfohlen X-Tra MKE, Präsidentin Jenny Schindler (Pferdezuchtgenossenschaft Einsiedeln). © Einsiedler Pferde

Am nächsten Tag, dem 11. September 2021, erfolgte durch die Experten des Schweizer Sportpferdezuchtverbandes die Prämierung des besten Einsiedler Fohlens aus dem Zuchtjahr 2021. Sieger wurde das Hengstfohlen X-Tra MKE aus der traditionellen Einsiedler Linie der Stammstute Klima, gezüchtet im Marstall Einsiedeln.

Die «Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht – Für das Einsiedler Pferd» als Organisatorin der Auftaktveranstaltung in der Equidenkultur zwischen Österreich und der Schweiz vom 10. September 2021 setzt sich auch dafür ein, dass im Jahr 2022, an der 1. Österreichischen Rosswallfahrt eine Delegation mit Einsiedler Pferden als Grußbotschafterin der Schweiz teilnehmen kann. Die 1. Österreichische Rosswallfahrt wird vom meistbesuchten österreichischen Wallfahrtsort Mariazell zum Bundesgestüt Piber, der Heimat der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in Wien führen.

Quelle: Pressemitteilung