Super! NOEPS geförderte Gelassenheitsprüfung (GHP) in Wultendorf

Aus unseren Vereinen | GHP in Wultendorf (21.11.2022) – Wultendorf – Die Gemeinde mit den gelassensten Pferden in Niederösterreich! Am Sonntag, den 13. November fand im Reitstall Wultendorf im nördlichen Weinviertel eine vom NOEPS geförderte Gelassenheitsprüfung (GHP) statt. Insgesamt 30 Starter nahmen an dem Bewerb teil, darunter auch viele Externe, die für die Teilnahme angereist kamen. Die Teilnehmer erwartete vor Ort eine perfekt organisierte und professionell durchgeführte Veranstaltung sowie eine top gepflegte Anlage. Der Reitverein Wultendorf hatte keine Kosten und Mühen gescheut und mit viel Liebe zum Detail die perfekten Rahmenbedingungen für eine schöne Veranstaltung geschaffen.

© Michaela Bociurko

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Am frühen Morgen wurden von Organisatorin Jennifer Heß und Ihrem fleißigen Helferteam vom RV Wultendorf letzte Vorbereitungen vorgenommen. Bewerter und NOEPS-Referent (PS&S) Christian Peschl überprüfte die vorliegenden Unterlagen und nahm den Parcours ab.

© Michaela Bociurko

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Vor Start des Bewerbs lud Christian Peschl die Teilnehmer zu einer Parcoursbesichtigung und erklärte detailliert die zehn Stationen, an denen der Charakter, die Erziehung und das Vertrauen zwischen Pferd und Pferdeführer geprüft wurden.

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Um 10 Uhr startete der Bewerb. Erste Aufgabe der Teilnehmer war das Vorführen des Pferdes im Schritt und Trab an der Hand. Diese Station dient dem Bewerter unter anderem dazu, um schwere Gangunreinheiten (Lahmheiten) zu erkennen – was zum Glück bei keinem der teilnehmenden Pferde der Fall war.

© Mo Elwekel

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Nach dem Vortraben ging es ins sogenannte „Schlüsselloch“. Das Schlüsselloch besteht aus 5 Springstangen, die trichterförmig am Boden aufgelegt sind. Der Reiter muss das Pferd hineinführen und das Pferd muss dort 10 Sekunden stillstehen, ehe das Schlüsselloch wieder rückwärts verlassen wird. Für einige Pferde bestand hier die Herausforderung darin, ruhig zu stehen. Andere wiederum taten sich schwer in gerader Linie rückwärtszurichten. Für das Touchieren und Übertreten der Stangen gab es Abzüge.

© Michaela Bociurko

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© Mo Elwekel

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Vorbildliches gerades Rückwärtsrichten einer Teilnehmerin

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An der „Hecke“ (Station 3 und 8) wurden die Pferde mit einer Situation konfrontiert, die so ähnlich wohl schon viele Reiter bei einem Ausritt oder im Alltag erlebt haben: Das plötzliche Herausspringen/-flattern eines Tieres aus einem Gebüsch oder Feld. Im Rahmen der GHP flogen freilich keine Rebhühner sondern rollten Bälle aus einer künstlichen Hecke, die mit vier Hindernisständern und zwei Planen simuliert wurde. Diese Station musste gleich zweimal im Rahmen des Parcours absolviert werden. Beim zweiten Mal stiegen allerdings plötzlich bunte Luftballons hinter der Hecke hoch.

© Mo Elwekel

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Aus dem Alltag inspiriert waren auch alle folgenden Stationen wie etwa die sogenannte „Müllpassage“. Hier musste das Pferd durch eine zwei Meter breite Gasse geführt werden, die von flatternden Absperrbändern und verschiedenen Müllsäcken- und tonnen flankiert war.

© Mo Elwekel

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Noch bedrohlicher als die Flatterbänder wirkten auf manche Pferde die Regenschirme, die zum Teil bereits aufgespannt am Boden lagen bzw. von einem Helfer aufgespannt wurden sobald das Pferd in die Station geführt wurde.

© Michaela Bociurko

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Beim Stangenkreuz musste das Pferd diagonal über die Stangen geführt werden. Abzüge gab es beim Anschlagen an die Stangen oder wenn von der diagonalen Linie abgewichen wurde.

© Mo Elwekel

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Besonders beeindruckend war für manche Pferde der Traktor, der in der Hallenecke stand und der gestartet wurde sobald sich der Pferdeführer mit seinem Pferd näherte. Freilich wurde nicht wirklich gestartet, das Startgeräusch wurde umweltfreundlich aus Soundboxen abgespielt, klang aber täuschend echt.

© Michaela Bociurko

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Etwas unheimlich war manchen Pferden auch der Rappelsack, der laut scheppernd von einem Helfer über eine Leiter hinter dem Pferd hergezogen wurde. Andere Pferde wiederum nahmen den laut scheppernden Sack stoisch gelassen und ließen sich davon nicht irritieren.
© Michaela Bociurko

© Michaela BociurkoEbenso unterschiedlich reagierten die teilnehmenden Pferde bei der Plane, die eine Wasserdurchquerung simulierte und im Schritt überquert werden musste. Hier gab es zum Beispiel Abzüge, wenn die Plane nur teilweise passiert wurde, das Pferd wegsprang oder Kegel umgeworfen wurden, was durchaus einige Male vorkam.

© Mo Elwekel

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Alles in allem waren die Pferde aber allesamt außergewöhnlich gelassen. Kein einziger Starter wurde aus der Wertung genommen oder ging mit einer Wertnote unter 7.0 heim, was ein sehr guter Schnitt ist. Bewerter Christian Peschl schwärmte und betonte, dass er selten so viele gelassene Pferde mit so guten Noten bei einem GHP-Bewerb gesehen hätte.

© Michaela Bociurko

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Und nicht nur die guten Leistungen der Starter*innen waren bemerkenswert – auch die große Vielfalt beeindruckte. So waren die unterschiedlichsten Sparten (Englisch, Western, Gangreiten etc.), Altersgruppen und Pferderassen bei der GHP vertreten. Die Zuschauer konnten sich über eine wahre Schau der Pferderassen freuen: Araber, Berber, Pony, Fjordpferd, Islandpferd, Haflinger, Warmblut, Tinker und viele mehr nahmen an der GHP teil und zeigten ihre individuellen Stärken.

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Eine klassische österreichische Pferderasse – kräftig, robust und vielseitig: Der Haflinger.

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Robust, trittsicher und nervenstark wie ein echter Wikinger: Das Islandpferd

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Er stammt aus Nordafrika und gilt als mutig, zäh und wendig: Der Berber

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Klein aber oho. Publikumsliebling Billy „rockt“ die GHP. Ein Bewerb für wirklich alle Pferderassen.

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Nicht nur die Kleinen, auch die „Großen“ machten bei der GHP eine gute Figur.

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Nach 30 erfolgreich absolvierten Prüfungen standen schließlich die Teilnehmer mit den höchsten Wertnoten fest.
Den ersten Platz bei der Gelassenheitsprüfung machte Sandra Vogelsinger mit ihrer Stute Emely mit einer beeindruckenden Wertnote von 9,6.

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Der zweite Platz ging an Mariella Scheiblhofer mit dem Pony Billy mit einer Wertnote von 9,5.

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Den dritten Platz machte Jennifer Heß mit ihrem Warmblutwallach Shane mit der Wertnote 9,3.

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Die Ehrungen nahm Bürgermeister Daniel Fröschl gemeinsam mit den drei anwesenden NOEPS-Referenten (PS&S Christian Peschl, Breitensport Mag. Michaela Bociurko & Schulbetriebe Mag. Doris Täubel-Weinreich) vor.
Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und durften sich über viele schöne Sachpreise freuen. Die Gewinnerin erhielt vom Bürgermeister eine Ehrentafel überreicht.

© Mo Elwekel

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(von li. nach re.) Mag. Doris Täubel-Weinreich, Christian Peschl, Bürgermeister Daniel Fröschl, Mag. Michaela Bociurko, Sandra Vogelsinger (Siegerin GHP)

Ehrenparade der Plätze 1 bis 3

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(von li. nach re.) BM Daniel Fröschl, Jennifer Heß, Christian Peschl, Sandra Vogelsinger, Mag. Doris Täubel-Weinreich, Mariella Scheiblhofer, Mag. Michaela Bociurko