Schwalbenforschung in Niederösterreich – Die Flugkünstler sind wieder zurück!

Projekt “SchwalbenNESTwerk” | 11.05.2021 – Bereits Ende März diesen Jahres zog die eine oder andere Rauchschwalbe am Himmel über Niederösterreich ihre Bahnen. Nach und nach folgten mehr Schwalben und auch die als „Stadtschwalben“ bekannten Mehlschwalben haben ihre ersten Nester wiederbesetzt. Mit diesen Boten des Frühlings, zogen auch warmes Wetter und Sonnenschein ins Land – nicht umsonst gelten Schwalben auch als Glücksbringer.

©Psubraty / pixabay.com

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Auch in diesem Jahr wendet sich das Team der Österreichischen Vogelwarte – Außenstelle Seebarn am Wagram mit ihrem Projekt „SchwalbenNESTwerk“ wieder an Pferdefreund*innen, Stallbesitzer*innen und interessierte Personen, welche die Wissenschaftler*innen bei der Erforschung der Bestände von Rauch- und Mehlschwalben unterstützen möchten. Gesucht werden besetzte, aber auch unbesetzte Nester der beiden Schwalbenarten in Niederösterreich.

Der Hauptfokus der Beobachtungszeit liegt bei Rauchschwalben zwischen Anfang Mai bis Mitte Juni – bei Mehlschwalben auf den Zeitraum von Anfang Juni bis Ende Juli. Während dieser Zeit sind besetzte und unbesetzte Nester besonders gut zu unterscheiden und es ergibt sich ein klares Bild über die tatsächliche Größe der Kolonien. Auch eine zweite Brut kann in dieser Zeit beobachtet werden.

Ein Nest gilt als besetzt, wenn beispielsweise ein Nestbau stattfindet, ein Nest frische Kotspuren aufweist, erwachsene Schwalben ein- und ausfliegen (z.B. zum Füttern) oder auch Jungvögel hör- und sehbar sind im Nest.

Sollten Sie während dieser Zeit einen ausführlicheren Blick auf die Nester werfen können, so unterstützen Sie die Wissenschaftler*innen und melden Sie Ihre Beobachtungen über die Projektseite wildenachbarn.at.

Auch Informationen, ob alte Nester heruntergefallen sind, „saniert“ oder neu gebaut wurden, helfen dem Team der Vogelwarte einzuschätzen, wie sich die Bestände in Niederösterreich entwickeln.

Dieses Citizen Science – Forschungsprojekt richtet sich vor allem an interessierte Privatpersonen, Betriebe, öffentliche Einrichtungen oder Reitställe mit mehreren Nestern von Rauch- oder Mehlschwalben.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Janette Siebert (Projektkoordination)