Medaillenregen für Alexander Wokaun bei den World Finals
Pferdesport in NÖ | Akademischer Reitclub Österreich (28.01.2026) – Medaillenregen bei den World Finals! Zum Jahresabschluss reiste die Equipe der „Studentenreiter Österreich“, bestehend aus Alexander Wokaun (LRG Etsdorf | NÖ), Katharina Bonitz und Julia Haidvogel, ins belgische Oud-Heverlee. Dort konnte sich Alexander Wokaun Silber im Springen und der kombinierten Wertung sichern. Zudem durfte sich das rot-weiß-rote Team gleich über drei Podestplätze freuen.

Durch die Erfolge und Platzierungen während den Saisonen 2024 und 2025 konnte sich Österreich für das Finale der Silver Leauge qualifizieren, welches traditionell zum Jahreswechsel stattfindet. Gastgeber war diesmal der internationale Dachverband der Studentenreiter (kurz AIEC), der für die Veranstaltung auf eine Reitanlage im belgischen Oud-Heverlee lud. Insgesamt 15 Teams brachten jeweils drei Reiter:innen an den Start. Länderübergreifend wurden die Teilnehmer:innen von einer Vielzahl von Fans aus über zwölf Nationen unterstützt.
Der erste Wettkampftag (31.12.) war für das Springen reserviert: Zuerst wurden die Pferde präsentiert und zugelost. Im Anschluss an eine zweiminütige Vorbereitungszeit und zwei Probesprünge ging es für unsere Reiter:innen in den Parcours. Dabei ritten immer drei Teams dieselben drei Pferde. Der/die beste auf dem jeweiligen Vierbeiner qualifizierte sich für die zweite Runde. Alexander Wokaun (NÖ) und Julia Haidvogel (NÖ) konnten sich jeweils gegen ihre Mitstreiter:innen auf ihren zugelosten Pferden durchsetzen und durften ins Halbfinale einziehen. Auch dort konnte Alexander die Richter:innen überzeugen und zog mit der besten Note auf seinem Pferd ins Finale ein.
Am Samstag (1.1.) standen dann die ersten beiden Runden in der Dressur auf dem Programm: Nach nur fünfminütiger Vorbereitungszeit ging es für die Dreier-Teams ins Dressurviereck, wo eine Mannschaftsdressur auf A-Niveau zu absolvieren war. Auch hier konnten Alexander Wokaun und Julia Haidvogel die besten Noten auf ihren vierbeinigen Sportpartnern erreiten und durften im Halbfinale nochmals in den Sattel steigen. Dort mussten die beiden dann allerdings ihren Mitstreiterinnen den Vorrang lassen.
Für die jeweiligen besten ging es am letzten Tag des sportlichen Teils (2.1.) schließlich in die Finali. Alexander Wokaun absolvierte den Parcours auf L-Niveau (115-120 cm) souverän, musste aber einen ärgerlichen Abwurf am Einsprung der dreifachen Kombination hinnehmen. So wurde es am Ende Silber für den Niederösterreicher in der Einzelwertung (4 FP). Als Draufgabe durfte er sich auch über Silber in der kombinierten Wertung (Dressur und Springen) und Rang vier in der Dressur freuen.
Das rot-weiß-rote Team konnte in der kombinierten Mannschaftswertung Silber hinter Belgien gewinnen. Ebenso erreichten die drei österreichischen Reiter:innen Silber in Team-Dressurwertung und Bronze im Springen. Auch Julia konnte mit Rang fünf im Springen und Rang neun in der Dressur Schleifen aus der Einzelwertung mit nach Hause nehmen.
Was sind “Studentenreiter” überhaupt?
Der Dachverband der internationalen Studentenreiter (AIEC) veranstaltet in Zusammenarbeit mit einzelnen Nationen ca. drei bis fünf internationale Studentenreiterturniere (SRNC) über das Jahr verteilt. Als Saisonabschluss finden jedes Jahr zu Silvester die World Finals statt, bei der die besten Nationen um die Titel reiten.
Das Besondere der SRNCs ist, dass die Dreier-Teams ohne eigene Pferde anreisen. Die Pferde werden vom Veranstalter zur Verfügung gestellt. In einem K.O.-System wird in der Dressur zuerst eine Mannschaftsaufgabe auf A-Niveau geritten, wobei immer drei Nationen auf den gleichen Pferden reiten und der beste weiterkommt. Nach insgesamt vier Runden wird der Sieger in einer M-Pflicht und einer S-Kür ermittelt. Im Springen starten ebenfalls drei Nationen auf den gleichen Pferden. Auch hier werden 4 Runden von A- bis M-Niveau geritten. Um einen harmonischen Wettkampf zu garantieren, besteht für das Organisationsteam die Möglichkeit, die Anforderungen an das Können und den Ausbildungsstand der Pferde anzupassen. So kann beispielsweise im Finale statt einem 135 cm hohen Parcours ein L-Springen (120 cm) zu absolvieren sein oder einzelne Dressurlektionen (einfacher Wechsel statt fliegendem Wechsel) abgeändert werden.
Gefragt ist vor allem Einfühlungsvermögen der Reiter:innen. Die Pferde werden von ihren gewohnten Reiter:innen aufgewärmt und dann an die jeweiligen Studentenreiter:innen übergeben. Diese haben dann nur fünf Minuten bzw. zwei Probesprünge zum Abreiten und Kennenlernen des Pferdes, bevor sie in das Dressurviereck oder den Parcours müssen.
Interesse bekommen?
Auf der Facebook-Seite „Studentenreiter Österreich“, sowie Instagram-Seite @austrianstudentriders versorgt euch der Akademische Reitclub Österreich regelmäßig mit aktuellen Infos rund um das Studentenreiten.
Dort findet ihr auch Kontaktmöglichkeiten. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen! Der ARC Österreich freut sich schon auf die neue Saison und wird euch sicher von den kommenden Turnieren berichten.







