Markgraf Leopold III.: Ein Reiter prägt das Land

Pferdesport in NÖ | Kultur und Pferd 12.11.2020 – Markgraf Leopold III. starb am 15. November 1136 – vermutlich auf der Jagd – eines plötzlichen Todes. Er wurde im Stift Klosterneuburg beigesetzt. Der heute meist nur als NÖ Landespatron bekannte Heilige wurde jedoch 1663 von Kaiser Leopold I. zum Landespatron von Österreich (!) erklärt.
Der 15. November ist in NÖ Landesfeiertag. Es ist Tradition, dass die NÖ Landesregierung mit der Landeshauptfrau an der Spitze, am Landesfeiertag das Hochamt in der Stiftskirche besucht. 

Auf dem kunsthistorisch bedeutenden Tafelbild "Ausritt des hl. Leopold" des Leopoldaltars von Rueland Fruehauf d. J. (1505) des Stiftes Klosterneuburg wird Markgraf Leopold III. hoch zu Ross auf einem Schimmel mit seiner Gattin Agnes beim Ausritt in Klosterneuburg gezeigt. © privat

Auf dem kunsthistorisch bedeutenden Tafelbild “Ausritt des hl. Leopold” des Leopoldaltars von Rueland Fruehauf d. J. (1505) des Stiftes Klosterneuburg wird Markgraf Leopold III. hoch zu Ross auf einem Schimmel mit seiner Gattin Agnes beim Ausritt in Klosterneuburg gezeigt. © privat

Markgraf Leopold III. aus dem Geschlecht der Babenberger gelang es die Ausbildung der Landeshoheit, die Selbständigkeit Österreichs grundzulegen. Seine konsequente Friedenspolitik in der hohen Politik, in der Gesellschaft sowie in seiner Familie bewirkte, dass Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern über Jahrzehnte in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Ruhe und sozialem Wohlergehen leben konnte. 

Der Markgraf zeichnete sich zudem durch gezielte Maßnahmen in der Landwirtschaft, in der Wirtschaft, im Gesundheitssystem sowie durch ein Talent für Krisenmanagement und gezielte Hilfe für die Armen aus. Leopold der Friedenstifter war zudem auch ein begnadeter Reiter wie zahlreiche Kunstwerke bezeugen.
Impuls: Kulturgeschichtlich reflektiert ist der “Grundsteinleger des österreichischen Landesbewusstseins” in einer gewissen Hinsicht jener christliche Patron, der die Pferdewelt Österreichs nach innen und nach außen repräsentieren könnte. 

Quelle: NOEPS Referat Kultur und Pferd