Eröffnung des Feuerwehrmuseums Horn
Pressemitteilung Feuerwehr Horn (12.05.2026) – Am 9. Mai 2026 fand die Eröffnung des Feuerwehrmuseums Horn (Waldviertel) statt. Es ist das erste Museum einer Freiwilligen Feuerwehr in Niederösterreich mit einer CTIF-Zertifizierung. Der Verband „CTIF – Comité Technique International de prévention et d’extinction du Feu“ (Internationales Technisches Komitee für Brandverhütung und Brandbekämpfung) fördert die weltweite Zusammenarbeit von Feuerwehren. Die CTIF-Zertifizierung ist ein international anerkanntes Qualitätsmerkmal des Weltfeuerwehrverbandes, das primär für Feuerwehrmuseen/Sammlungen und historische Feuerwehrfahrzeuge vergeben wird. Die Zertifizierung erfolgt durch die „Kommission für Feuerwehr- und CTIF-Geschichte, Museen und Dokumentation“. Das CTIF-Zertifikat ist in der Regel sieben Jahre gültig, danach ist eine Rezertifizierung möglich. Der Weitblick der Freiwilligen Feuerwehr Horn, dass ihr Museum nach den Maßstäben von anerkannten Kulturinstitutionen auszurichten ist, brachte den gewünschten Erfolg. Das CTIF-Zertifikat sowie Anerkennung und finanzielle Förderungen vom Land Niederösterreich, der Stadtgemeinde Horn und anderer sind ein Beweis für die Richtigkeit des Wegs der Horner Florianis (Bezeichnung der Feuerwehrleute nach ihrem Patron Florian).

Eröffnung des Feuerwehrmuseums Horn am 9. Mai 2026. Alexander Klik (leitender Kulturvermittler des Feuerwehrmuseums Horn), Otto Kurt Knoll (Kulturreferent des NÖ Pferdesportverbands) und Paul Klinger (Kulturvermittler des Feuerwehrmuseums Horn) mit der Knaust-Wagenspritze No. 2 aus dem Jahr 1866. © Josef Pfleger
160 Jahre und einsatzfähig! Ein Juwel des Feuerwehrmuseums Horn ist die Knaust-Wagenspritze No. 2 aus dem Jahr 1866. Der Begriff „Wagenspritze“ bezieht sich auf fahrbare Löschgeräte, die von Pferden gezogen wurden. Die Firma Wilhelm Knaust aus Wien war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ein führender Hersteller von Feuerwehrgeräten in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.
Durch den Einsatz des Pferdes als Zugtier im Feuerlöschwesen ist es gelungen, wesentlich schneller zum Ort des Brandes zu kommen. Der Pferdekraft war auch der Einsatz von schweren technischen Löschgeräten zu verdanken, die eine weitaus effizientere Brandbekämpfung ermöglichten.
Die Horner Florianis vermitteln in ihrem Museum die historische Bedeutung des Pferdes für das Feuerlöschwesen nach den allgemeinen Standards der Kulturvermittlung an alle Generationen. Im Vorfeld zur Museumseröffnung hat Paul Klinger (Kulturvermittler des Feuerwehrmuseums Horn) den Kontakt zu Otto Kurt Knoll (Referat »Kultur und Pferd« des NÖ Pferdesportverbands) aufgenommen, um kulturelle (unter anderem historische, restauratorische und museale Aspekte) Fragen betreffend das Pferd im Feuerlöschwesen zu besprechen. Alexander Klik (leitender Kulturvermittler des Feuerwehrmuseums Horn), Klinger und Knoll sind bei der Eröffnungsfeier am 9. Mai 2026 übereingekommen, gemeinsam Projekte zu entwickeln, die das Miteinander der Pferdewelt und der Feuerwehr von der Geschichte über die Gegenwart in die Zukunft in den Vordergrund rücken sollen.
Der Zugang der Feuerwehr zum Pferd hat sich gewandelt, doch die Verbundenheit ist geblieben. Einst war das Ross ein treuer Helfer der Florianis, heute ist es für die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Einsatzfall eine Selbstverständlichkeit, ihrem einstigen Partner zu helfen.
Quelle: Paul Klinger, Kulturvermittler des Feuerwehrmuseums Horn (Freiwillige Feuerwehr Horn)

