Aus dem NOEPS Vorstand: Int. Entsendungskriterien Springen
Aus dem NOEPS Vorstand | Int. Entsendungskriterien Springen – eine never ending story? (19.04.2025) – Der Vorstand des NOEPS hat es sich zur Aufgabe gemacht, transparent und aktuell über Entwicklungen im Verband zu berichten. Aktueller „Aufreger“ Nummer 1 (siehe auch Bericht in der Sport KRONE vom 16.4.2025 https://www.krone.at/3751672 ) sind die Entsendungskriterien zu internationalen Turnieren der Sparte Springen.
Bereits am 20.9.2024 haben wir erstmals offiziell dieses Thema an das Generalsekretariat des OEPS herangetragen und um Klarstellung bzw. Behandlung gebeten.
Bei der Präsidiumssitzung am 16.10.2024 wurde dann vereinbart, eine Stellungnahme von der FEI dazu einzuholen und danach endgültig zu entscheiden. Bei der Präsidiumssitzung am 5.12.2024 wurde das Thema erneut angesprochen und mitgeteilt, dass von der FEI noch keine Stellungnahme vorliegt.
Nachdem bis März 2025 noch keine Stellungnahme der FEI vorlag, stellten wir am 18. März in Absprache mit dem Generalsekretär den Antrag an das Präsidium, die Bestimmungen wie folgt anzupassen und in der Präsidiumssitzung am 9.4.2025 einen entsprechenden Beschluss zu fassen:
„Nachdem bis dato noch keine Stellungnahme der FEI vorliegt, stellt der NOEPS den Antrag an das Präsidium, die Bestimmungen wie folgt anzupassen und in der Präsidiumssitzung am 9.4.2025 einen entsprechenden Beschluss zu fassen:
– Reiter mit Lizenz R1/R2: Start bei einem internationalen Turnier nur möglich, wenn mindestens zwei nationale (In- oder Ausland) Ergebnisse vorliegen (siehe bestehende Bestimmungen).
– Reiter mit Lizenz R3/RS3/RS4: Starts uneingeschränkt möglich
Sollte bis zur Präsidiumssitzung am 9.4.2025 eine verpflichtende Vorgabe der FEI vorliegen, ist dieser selbstverständlich Folge zu leisten. Handelt es sich dabei lediglich um eine unverbindliche Empfehlung, halten wir unseren Antrag aufrecht.“
Auf Nachfrage von Präsidentin Max-Theurer wie wir uns – ergänzend zu unserem Antrag – die Überprüfung der von der FEI geforderten „Fitness und Fähigkeit der Pferde“ vorstellen, haben wir dann am 3. April folgende Stellungnahme nachgereicht:
„Ein Reiter muss, um die RS4-Lizenz zu erhalten, 4 Springprüfungen über 135 cm mit 0 Fehlerpunkten sowie 4 Springprüfungen über 140 cm (S*) oder 145 cm (S**) mit 0 Fehlerpunkten bzw. Platzierungen im 1. Viertel des Starterfeldes mit maximal 8 Fehlerpunkten nachweisen.
Damit hat der Reiter wohl bewiesen, dass er reiterlich dazu fähig ist, auch Pferde in niedrigeren Prüfungen erfolgreich vorzustellen.
Es liegt auch in seiner Eigenverantwortung sowie seinem Interesse, ein Pferd entsprechend seiner Ausbildung in den geeigneten Prüfungen zu reiten. Der Gesundheitszustand (die Fitness) eines Pferdes wird bei jedem internationalen Turnier im Rahmen des Vet-Checks vor dem ersten Start überprüft. Auch dem „horse welfare“ wird höchste Priorität eingeräumt und diese wird entsprechend überwacht.
Da es in den Nachbarländern keine uns bekannten Einschränkungen für internationale Starts gibt, wären wir bei Annahme der vorgeschlagenen Änderungen zu den Entsendungskriterien/Nennungen weiterhin die einzige NF, die sich an die Vorgabe der FEI hält.“
Bei der Präsidiumssitzung am 9. April haben dann 6 von 9 Landespräsidenten (repräsentieren über 70% aller Mitglieder) unseren Vorschlag unterstützt. Überraschenderweise wurde den Anwesenden mitgeteilt, dass dieses Thema vom Direktorium zu behandeln sei, dieses hätte den Antrag bereits vor der Präsidiumssitzung abgelehnt.
Der NOEPS fordert das Direktorium auf diesen Beschluss zu überdenken. Es ist nicht akzeptabel, dass gegen die Mehrheit der Mitgliedsverbände und Mitglieder entschieden wird.



