Tagesfahrt Kultur und Pferd nach Horn im Waldviertel
Kultur und Pferd (15.10.2026) – Die Tagesfahrt des NOEPS-Referates »Kultur und Pferd« führte diesmal am 10. Oktober 2026 in die Bezirksstadt Horn im Waldviertel.

Museumsdirektor Ferdinand Berger führte durch sein privates Kutschenmuseum. © privat
Kutschenmuseum Ferdinand Berger
Der Pferdefreund und Seniorchef der Druckerei Berger Ferdinand Berger führte höchstpersönlich durch sein privates Kutschenmuseum. Das öffentlich nicht zugängige Museum wurde exklusiv für die Teilnehmer:innen der Tagesfahrt »Kultur und Pferd« geöffnet. In der Privatsammlung sind Geräte des bäuerlichen und handwerklichen Lebens im Hinblick auf das Pferd und alte Kutschen in einem Top-Zustand zu sehen. Auf Grund der Fülle von Exponaten war es bald klar, warum die Teilnehmer:innenzahl limitiert war. Bei Direktor Berger konnte man bei seinen Ausführungen bald feststellen, dass sein Herz für die Pferde brennt. Mit Stolz erklärte er zudem, dass auch sein Sohn Ferdinand Berger ein begeisterter Reiter ist.

Knaust-Wagenspritze No. 2 im Feuerwehrmuseums Horn. © privat
Feuerwehrmuseum Horn
160 Jahre und einsatzfähig! Ein Juwel des Feuerwehrmuseums Horn ist die Knaust-Wagenspritze No. 2 aus dem Jahr 1866. Der Begriff „Wagenspritze“ bezieht sich auf fahrbare Löschgeräte, die von Pferden gezogen wurden. In einer Führung durch das Museum wurde vom ehemaligen Horner Bürgermeister und Pferdefreund Alexander Klik die Bedeutung des Pferdes für das historische Feuerlöschwesen vermittelt. Der frühere Feuerwehrkommandant Klik meinte abschließend, dass der gegenständliche Besuch durch den NOEPS bei seinem Feuerwehrkameraden Paul Klinger den Gedanken aufkommen ließ, ob nicht einmal die Freiwillige Feuerwehr Horn eine Übung der Bergung eines Pferdes ins Auge fassen sollte.

Altbürgermeister Alexander Klik (zweite Reihe 3.v.l.) mit einigen Teilnehmer:innen im Feuerwehrmuseum Horn. © privat
Als Dankeschön wurden vom NOEPS-Referat »Kultur und Pferd« an die Gastgeber Kunstdrucke überreicht. Als Fachmann für feine Drucksorten äußerte sich Direktor Berger wertschätzend über die Handrucke und verband dies gleich mit einer Ausführung über die verschiedenen hochwertigen Drucktechniken.
Mit dieser Veranstaltung des NOEPS-Referates »Kultur und Pferd« wurde wiederum der Beweis erbracht, dass sich der Kulturfaktor Pferd positiv auf den Sportfaktor Pferd in Niederösterreich auswirkt. Wie das?
Stellvertretend drei Rückmeldungen von Teilnehmerinnen:
Andrew und Jane Didsbury aus England und seit geraumer Zeit in Niederösterreich wohnhaft: „Es ist für uns alle von großer Bedeutung, insbesondere für junge Menschen, die Möglichkeit zu haben, mehr über unsere Wurzeln und die Entwicklung unserer Gesellschaft zu erfahren. Dies gehört unserer Meinung nach zur Grundbildung. Durch unser Elternhaus hatten wir von Anfang an einen besonders engen Bezug zu historischen Ereignissen und kulturellen Werten. Insbesondere waren wir von der vielfältigen Tradition des Pferdefahrens fasziniert und hatten das Glück, in dieser Szene auch beruflich Fuß fassen zu können. Seit unserem Umzug nach Österreich freuen wir uns sehr darüber, auch hier Menschen gefunden zu haben, die sich mit ebenso großer Begeisterung für den Erhalt und die Weitergabe dieses wertvollen Kulturguts einsetzen. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich bei einer weiteren Gelegenheit wieder eine solche kulturelle Begegnung ergeben würde.“

Raphaela Reiter mit ihrer Mutter Rosmarie Reiter haben Gefallen an den alten Kutschen und am Gespannfahren gefunden. © privat
Raphaela Reiter, 15-jährige Turnierdistanz- und Springreiterin aus Niederösterreich: „Heute war ich mit dem NOEPS im Kutschenmuseum Horn. Dort haben mich besonders die verschiedenen Kutschen interessiert sowie auch die verschiedenen Trensen und Geschirre. Als ich den NOEPS-Newsletter bekam und sah, dass das stattfindet, habe ich mich sofort angemeldet. Kultur am Pferd fasziniert mich besonders, da Pferde schon immer einen wichtigen Platz in unserer Gesellschaft hatten. Dabei habe ich heute bei der Tagesfahrt viel Neues dazugelernt. Auch das zeigt wieder wie sich der Reitsport über die Jahre verändert hat und doch immer konstant geblieben ist.“

Katharina Rupp-Stanschitz mit ihrer Mutter Barbara Rupp-Stanschitz vor einem historischen Kinderschlitten. © privat
Katharina Rupp-Stanschitz, Volksschülerin aus Niederösterreich: „Die alten Kutschen und die Erzählungen über die Pferde haben mir gefallen. Bitte schreiben Sie meinen Eltern, wann die nächste Veranstaltung ist.“
Und zum „Drüberstreuen“: Für einige Teilnehmer:innen war die Veranstaltung der Grund einem Pferdesportverein beizutreten, der Mitglied beim NOEPS ist.
Fotos und Text: Referat »Kultur und Pferd« NOEPS

