Botschafts-Einladung: Das Pferd in der Schweiz

Pressemitteilung OEPS (20.04.2026) – Auf Einladung der Schweizerischen Botschafterin in Österreich, Ihre Exzellenz Salome Meyer, fand in der Residenz der Schweizerischen Botschaft ein besonderer Empfang unter dem Titel „Das Pferd in der Schweiz“ statt. Die historische Kulisse hätte kaum passender gewählt sein können: Die Residenz befindet sich in der ehemaligen barocken Reitschule und den Rossstallungen des Fürsten Schwarzenberg in Wien und knüpft damit auf eindrucksvolle Weise an die kulturelle Tradition des Pferdes an.

Ihre Exzellenz Salome Meyer leitet die Schweizer Botschaft in Wien. © OEPS

Ihre Exzellenz Salome Meyer leitet die Schweizer Botschaft in Wien. © OEPS

In ihren Grußworten hob Botschafterin Meyer die Besonderheit des Abends hervor und betonte, dass erstmals in der Geschichte der Schweizerischen Botschaft in der Prinz Eugen-Straße ein Empfang in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Pferd ausgerichtet wurde. Zugleich verwies sie auf die tiefere gesellschaftliche Bedeutung des Themas und führte aus: „Pferde sind mehr als das, was sie sind – sie sind unsere Begleiter, sie prägen unsere Gesellschaft und schlagen Brücken weit über Fachkreise hinaus.“

Otto Kurt Knoll, Bundeskulturreferent des Österreichischen Pferdesportverbands. © OEPS

Otto Kurt Knoll, Bundeskulturreferent des Österreichischen Pferdesportverbands. © OEPS

Die Einführung übernahm Otto Kurt Knoll, Bundeskulturreferent des Österreichischen Pferdesportverbands (OEPS), der die Entstehung dieses bilateralen Formats skizzierte und dessen kulturpolitische Dimension unterstrich. Ausgehend von langjährigen Kontakten zur Schweizer Pferdewelt entwickelte sich die Idee eines gemeinsamen Abends, der bewusst im Spannungsfeld von Kultur, Diplomatie und Pferdesport angesiedelt ist. Knoll betonte in diesem Zusammenhang: „Die Pferde verbinden uns – und die Pferdekultur ist etwas Friedensstiftendes, eine Botschafterin für den Sport und die Kultur unserer Gesellschaft.“

Charles Trolliet, Präsident von EQUI-SCOPE (Organisation der Pferdebranche in der Schweiz). © OEPS

Charles Trolliet, Präsident von EQUI-SCOPE (Organisation der Pferdebranche in der Schweiz). © OEPS

Im Zentrum des Abends stand der Vortrag von Charles Trolliet, Präsident von EQUI-SCOPE (Organisation der Pferdebranche in der Schweiz). Trolliet, der darüber hinaus als Präsident des Vereins des Schweizer Pferdemuseums in La Sarraz sowie in zahlreichen internationalen Funktionen tätig ist, gab einen facettenreichen Überblick über die Pferdewelt der Schweiz. Seine Ausführungen spannten einen Bogen vom ältesten Gestüt Europas in Einsiedeln mit den Einsiedler Pferden über die Schweizer Pferderasse Freiberger bis hin zum Schweizerischen Nationalgestüt von Agroscope (SNG) nahe Avenches, das als Kompetenzzentrum des Bundes für Equiden ein lebendiges Kulturerbe und zugleich ein einzigartiges Wissenszentrum darstellt.

(v.l.): Otto Kurt Knoll (Bundeskulturreferent des Österreichischen Pferdesportverbands), Nils Maydell (Vorsitzender des Direktoriums für Galopprennsport und Vollblutzucht in Österreich, Comité Jockey Club für Österreich), Urban Federer (Abt des Klosters Einsiedeln in der Schweiz, des ältesten Gestüts Europas), Salome Meyer (Schweizerische Botschafterin in Österreich), Franz Schiefermair (Generalsekretär des Österreichischen Pferdesportverbands) und Charles Trolliet (Präsident von EQUI-SCOPE, Organisation der Pferdebranche in der Schweiz) beim Empfang in Residenz der Schweizerischen Botschaft in Wien am 15. April 2026

(v.l.): Otto Kurt Knoll (Bundeskulturreferent des Österreichischen Pferdesportverbands), Nils Maydell (Vorsitzender des Direktoriums für Galopprennsport und Vollblutzucht in Österreich, Comité Jockey Club für Österreich), Urban Federer (Abt des Klosters Einsiedeln in der Schweiz, des ältesten Gestüts Europas), Salome Meyer (Schweizerische Botschafterin in Österreich), Franz Schiefermair (Generalsekretär des Österreichischen Pferdesportverbands) und Charles Trolliet (Präsident von EQUI-SCOPE, Organisation der Pferdebranche in der Schweiz) beim Empfang in Residenz der Schweizerischen Botschaft in Wien am 15. April 2026. © OEPS

Unter den Gästen des Abends fanden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Pferdesport, Wissenschaft und Gesellschaft, darunter Nikolaus Draskovich, Präsident des Jockey Clubs für Österreich, Urban Federer, Abt des Klosters Einsiedeln, Thomas Haase, Rektor der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Andreas Höllbacher, Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Pferdezüchter, Andrea Holzleithner, Präsidentin des Österreichischen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten, Arthur Kottas-Heldenberg, Doyen der Reitkunst, Nils Maydell, Vorsitzender des Direktoriums für Galopprennsport und Vollblutzucht in Österreich, Franz Schiefermair, Generalsekretär des Österreichischen Pferdesportverbands, sowie Dietrich Sifkovits, Präsident des Burgenländischen Pferdesportverbands.

Der Abend machte deutlich, dass das Pferd weit über seine sportliche Rolle hinaus als kultureller Träger und verbindendes Element wirkt. Die von diesem Empfang ausgehenden Impulse für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Österreich – und darüber hinaus auf europäischer Ebene – wurden sowohl von Botschafterin Meyer als auch von Charles Trolliet und Otto Kurt Knoll ausdrücklich hervorgehoben.

In diesem Sinne verstand sich die Veranstaltung nicht nur als Rückblick auf gewachsene Traditionen, sondern als Ausgangspunkt für künftige Initiativen an der Schnittstelle von Kultur, Gesellschaft und Pferdesport.

Quelle: Pressemitteilung OEPS (20.04.2026)