Ein Bericht von Edith Leitner: Wanderreiten vom Mittelburgenland in die Steiermark | Tag 03
Wanderreiten im Mittelburgenland | Bericht von Edith Leitner – Tag 03: Der 22. Juni 2019 war unser letzter Reittag mit Zielpunkt Fürstenfeld: Ludwigshof – Güssing – Rosenberg – Neustift – Poppendorf – Königsdorf – burgenl./steir. Grenze Fürstenfeld – 33,55 Kilometer.

Mit einem gut trainierten Pferd machte auch der letzte Tag noch Spaß. Gut, dass die Regenschauer sich während des reichlichen Frühstücks austobten. Wir verstauten heute zum letzten Mal unser Gepäck.
Pünktlich wie jeden Tag ritten wir von Ludwigshof weg und mussten zur Strem, hier fanden wir einen markierten Reitweg auf den wir blieben. Franz und Renate vor der Burg Güssing. Auf einem längst erloschenem Vulkankegel thront die 1157 als Wehranlage errichtete älteste Burg des Burgenlandes. Nach mehrmaligem Besitzwechsel gelangte die Burg 1524 in den Besitz der Familie Battyány. Seit 1870 steht sie im Eigentum einer Stiftung.
Graue Wolken wechseln mit blauem Himmel und plötzlich war es als würden Kübel mit Wasser über uns ausgeleert. Wir kamen in eine Wald-Allee die sich 6 Kilometer durch das Gebiet zog. Bernhards Pferd Dzamila lahmte leicht.
Der Regen begleitete uns bis nach Heiligenkreuz zum Reitstall Krumphof, dies hat aber unserer guten Laune nichts anhaben können. Dort angekommen erfuhren wir, dass auch Ninas Pferd Eyglö lahmte und jetzt machte sich die gute Organisation bemerkbar. Heinz fuhr mit Nina und Bernhard zum Anhänger und so konnten ihre beiden Pferde ohne weiteren Schaden zu nehmen geführt werden.
Das letzte Mal bekamen wir eine Reitkarte und die Hinweise, dass es drei Holzbrücken gibt die nur einzeln und zu Fuss überquert werden durften. Wir nahmen Abschied von den Koppeln beim Krumphof der Nachmittag präsentierte sich ganz besonders, Sonne schien uns den Abschied vom Burgenland schwer machen zu wollen.
Unsere Route führte uns weiter nach Poppendorf, vorbei am Reitstall Rössler, dann einen langen Feldweg . Die Ritschein fliesst rechter Hand begradigt unter uns vorbei und es regnete bereits wieder. Die erste Holzbrücke lag vor uns, vorsichtig haben alle unsere Pferde die Brücke überquert. Im schnellen Schritt wurde die angrenzende Strasse genommen.
Kurze Zeit später klingelte das Eisen bei Manuelas Pferd Inschi bei jedem Schritt. Wanderreiten heißt aber auch ein lockeres Eisen befestigen zu können. Für Dietmar stellte dies absolut kein Problem dar. Nur mit gut ausgebildeten und durchtrainierten Pferden kann ein Reiter Wanderritte meistern und dabei auch noch Spaß haben.
Unsere Pferde spürten unsere nicht mehr so gute Laune sie gingen über die nächste Holzbrücke mit der Fahrverbotstafel, der Schleusenbrücke ohne Zaudern der Regen wurde immer stärker und stärker.
In Dietersdorf sahen wir einen Reitweg mitten durch den Wald angeblich nach Übersbach führend, laut Auskunft einer Dame. Dies wurde dann unser letzter Galopp des 3 Tagesrittes und wir kamen nass aber glücklich im Reitstall in Fürstenfeld an. Die Pferde konnten die letzte Nacht in einer Luxusherberge verbringen und auch wir waren gut untergebracht.
Die letzten gemeinsamen Stunden verbrachten wir in einer ausgelassenen Stimmung, verschiedene Charaktäre kristallisierten sich in den drei Tagen heraus. Freundschaften wurden vertieft oder geknüpft.
Unser unvergesslicher Wanderritt führte über insgesamt 110 Kilometer durch Wälder, an Seen, Burgen und Schlössern vorbei. Wir ritten drei Tage auf lautlosen Wald- und Feldwegen, unsere Pferde waren immer willig, und alle Reiter sympathisch und hilfsbereich.
Hier findest du die Teile 01 und 02 unserer 3-teiligen Serie:
Ein Bericht von Edith Leitner: Wanderreiten vom Mittelburgenland in die Steiermark | Tag 01
Ein Bericht von Edith Leitner: Wanderreiten vom Mittelburgenland in die Steiermark | Tag 02
Bei Interesse an Wanderritten und breitensportlichen Veranstaltungen wende dich bitte an unser Referat Breitensport:
Wolfgang Csar, Mobil +43 664 / 450 76 56, wolfgang.csar@aon.at
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