Bericht von Edith Leitner: Wanderreiten vom Mittelburgenland in die Steiermark | Tag 01

Wanderreiten im Mittelburgenland | Bericht von Edith Leitner – Tag 01: Endlich war es soweit. Am 19. Juni am Nachmittag erreichte ich bei strömendem Regen Pilgersdorf, wo jeder auf einer Wiese seinen eigenen Paddock errichten musste. So bekamen wir gleich alle einen Eindruck von den anderen Teilnehmern und vom richtigen Wanderreiten.

Wanderreiten im Mittelburgenland: Ein Bericht von Edith Leitner. © privat

Wir, 13 Reiter, bezogen anschließend unser Quartier in der imposanten Burg Lockenhaus mit ihrem einzigartigen Ambiente, ihrer geschichtsträchtiger Vergangenheit und ihrer Lage.

Wanderreiten im Mittelburgenland: Ein Bericht von Edith Leitner. © privat

19.00 Uhr Treffpunkt zum Kennenlernen und mit Spannung erwarteten wir die Kartenunterlagen und die Gruppeneinteilung für den ersten Tagesritt. Wir erfuhren dann von Heinz (Anmerkung Heinz Rieger), der den meisten  Reitern schon vom Burgenlandritt im Mai bekannt war,  dass dieser Ritt ein Teilstück des 300 Kilometer Rittes „Burgenland fast im Galopp“ ist,  der durch das Burgenland, Ungarn und die Steiermark führt.

Der Regen hatte sich verzogen und wir verbrachten einen langen Abend in der Burgtaverne im Hof bei pferdigen und anderen Gesprächen. Spät in der Nacht stiegen wir in unsere Burgzimmer hinab und träumten von den bevorstehenden Tagen.

5.30 Uhr am 20. Juni 2019 dem 1. Reittag
Auf der 1:50.000 er Karte war die Strecke von Pilingsdorf – Bubendorf – Salmannsdorf – Bienenhütte/Bernstein – Langau – Grodnau – Bergwerk – Sauerbrunn – St. Martin in der Wart (Pferdestall)- Oberwart (Menschenquartier) eingezeichnet. 37,48 Kilometer sollten es am Abend im Quartier der Pferde sein.

Der Tag begann mit der Fütterung der 13 Pferden alles war friedlich, Nebelschwaden lagen über den Wiesen. Ich hatte bereits Heu verteilt als ich Hilfe beim Wassertragen bekam, Erich hatte es im heißen Burgzimmer auch nicht mehr ausgehalten.

Dietmar hatte in der Zwischenzeit auf seinem neuen Pferd Reitstunden genommen.

Wanderreiten im Mittelburgenland: Ein Bericht von Edith Leitner. © privat

Um 8.15 Uhr musste die erste Gruppe zum Abritt fertig sein. Heinz kontrollierte, ob von den Paddocks alles sauber weggeräumt war und in seinem Anhänger von jedem Reiter 2 Kübel und 1 Reisetasche verstaut waren.

Wanderreiten im Mittelburgenland: Ein Bericht von Edith Leitner. © privat

Angelika und Erich waren bereit, sie stellten die erste Gruppe. Um 8.30 Uhr startete die zweite Gruppe. Unsere Gruppe kam als letzte um 8.45 Uhr an die Reihe: Dietmar, unser „Chef“, seine Manuela, Bernhard, Moni und Edi und ich (Edith) bildeten eine Gruppe. Wir waren die „Arabergruppe“.

Es ging vorbei an Ackerflächen bebaut mit Weizen übersät mit Kornblumen, durch Tannen- und Mischwälder, herrliche Stille umgab uns bis auf das Schnauben der Pferde und Dietmars Anweisungen.

Wanderreiten im Mittelburgenland: Ein Bericht von Edith Leitner. © privat

Edi betätigte sich als Späher auf dem Felsen aus blauem und grünem Schiefer, für mich waren diese Felsen ein Hotspot,  gleißend und glänzend – so etwas hatte ich in meinem Leben noch nie gesehen, .

Heinz hatte fürsorglich bei netten Pferdemenschen einen Stopp organisiert, denn es war drückend heiß und Bremsen und Mücken belästigten uns und unsere Pferde.

Wanderreiten im Mittelburgenland: Ein Bericht von Edith Leitner. © privat

Wir verließen Oberhasel im Bernsteiner Hügelland,  eine Region um die Marktgemeinde Bernstein im Burgenland. Dieses Gebiet grenzt im Norden und Westen an die Bucklige Welt sowie im Osten an das Günser Gebirge. Im Süden/Südosten liegt das Pinkatal, im Nordosten das Pullendorfer Becken.

Immer wieder gab es für uns gelbe Striche als Hinweis „hier geht es nicht weiter“.

Sanfte hügelige Landschaft reichte bis nach Bergwerk, es handelte sich um ein Bergbaugebiet mit Eisen-, Kupfer- und Schwefelkiesabbau. Im Gasthaus Seidl wurden wir mit einem Buffet verwöhnt, den Pferden wurden entlang des Tauchenbach‘s rasch einige Paddocks aufgebaut.

Wanderreiten im Mittelburgenland: Ein Bericht von Edith Leitner. © privat

Genuss ist im Burgenland seit jeher großgeschrieben, aber leider wir mussten weiter, denn ca. 15 Kilometer lagen noch vor uns. Über Feld – und Waldwege ging es nach St. Martin in der Wart zum Pferdestall. Die Pferde konnten wir hier duschen, mit Hafer und Heu versorgen und dann wollten sie alle ihre wohlverdiente Ruhe.

Wanderreiten im Mittelburgenland: Ein Bericht von Edith Leitner. © privat

Wir wurden vom Wirt aus Oberwart abgeholt und ins Quartier gebracht, die Fahrt brachte uns wieder in die Wirklichkeit zurück. Engelsgleich hatte Heinz schon den Anhänger mit unseren Taschen vor dem Hotel abgestellt. Nach einem vorzüglichem Abendessen fand sich Zeit den Tourenplan des nächsten Tages zu besprechen, Detailkarten bekamen wir wie immer von Heinz und dann haben wir uns noch lange bei verschiedenen Scherzen die Nacht  um die Ohren geschlagen.

=> Fortsetzung folgt: Weiter geht es mit Tag 02 mit dem Ziel Güssing. 

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