Therapeutisches Reiten

Pferderücken von allen Seiten betrachten mit Dr. Barbara Frühwirth und Martin Lasser

Pferderücken von allen Seiten betrachten mit Dr. Barbara Frühwirth und Martin Lasser
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Datum
22.10.2017
Ganztägig


Vormittag:
Der Sattel ist das Verbindungsglied zwischen Reiter und Pferd. Er muss einerseits dem Pferd optimal passen (Kammer- und Ortweite, Widerristhöhe, satte Auflagefläche, Länge), andererseits auch Sitzkomfort und Stabilität für den Reiter bieten.

Auch vermeintlich gut sitzende Sättel können in Kombination mit dem Reitergewicht Probleme bereiten, vor allem, wenn der Sattelsitz nicht zur Reitergröße bzw. dem Reitstil passt. Daraus können auch Sitzfehler des Reiters entstehen. In einem unpassenden Sattel kann man nur sehr schwer korrekt sitzen (Spalt- oder Stuhlsitz bei hängenden Sätteln).

Vorübergehend kann man sich oft mit speziellen Sattelunterlagen/Pads helfen, um den Sattel wieder in Balance zu bringen. Vor allem nach Reitpausen oder im Aufbau nach Verletzungen macht es oft wenig Sinn, sofort wieder einen anderen Sattel zu kaufen. Wichtig dabei ist, sich bewusst zu machen, dass Veränderungen sehr rasch eintreten können. Daher muss man die Lage des Sattels regelmäßig kontrollieren, um rechtzeitig reagieren zu können.

Das Seminar soll Grundlagen über die Arten und Typen von Sätteln vermitteln, auf verschiedene Bauweisen, Polstermaterialien und Veränderungsmöglichkeiten, wenn sich der Pferderücken verändert, eingehen. Was kann man tun bei verschiedenen Rückenformen, wo sind Grenzen, was muss bei der Passform bei den unterschiedlichen Problemrücken berücksichtigt werden (Senkrücken, schmales/breites Pferd, hoher/langer/breiter Widerrist, Muskelabbau und –zuwachs).

Im praktischen Teil können Sie gerne an unseren Demopferden beurteilen und fühlen üben, wie der Sattel liegen soll. Wir werden auch bewusst unpassende Sättel auflegen und besprechen, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, wo die Probleme liegen können.

 

Extra Service für unsere Seminarteilnehmer:
Viele Schwachpunkte sieht man bereits auf einem Foto: Sattel von der Seite auf dem Pferd/ohne Sattelunterlage, leicht angegurtet.

Nachmittag:
Wie reite ich, damit ein passender Sattel auch passend bleibt?

Den Reiter betreffend:

– TellingtonTTouch für den/die ReiterIn, um körperliche Spannungen zu beheben
– Übungen,um den eigenen Körper so gut wie möglich „gerade zu richten“ – was versteht man unter Rasterspiegel ?
– mentales Training um die innere Balance herzustellen und selbst im Lot sein
– Reittechnik optimieren – vom inneren Schenkel zur äußeren Hand reiten – Drehsitz – Pferde „am Sitz haben“ damit die Schenkel den Pferderücken nach oben wölben können …

Das Pferd betreffend:

* TellingtonTTouch für:
– Dehnung von Rücken und Oberlinie
– Hinterhand durchbewegen und bewusst machen
– Kiefergelenke und Hüfte lösen * systematisches Reittraining für Biegung, Losgelassenheit, Geraderichten, Kadenz, Hankenbiegung, Geraderichten und Muskelaufbau, usw.
– Ausbildungsskala
– auf der schwächeren Seite eine Wiederholung mehr ohne sie als schlechte Seite abzustempeln * Bodenarbeit
– Labyrinth: um beide Gehirnhälften zu aktivieren und viele positive neuronale Verknüpfungen zu erzeugen
– Stern: um die Asymmetrie auszugleichen, Beine dynamisch(er) heben
– Bodenstangen: um die Bauchmuskulatur zu aktivieren und damit den Rücken zu entspannen (ins Training einbauen)
– Geländeformationen fürs Rückentraining nutzen
Theoretischer Teil und Demo mit Pferd: Martin Lasser zeigt zu Pferd Reitfehler und ihre Auswirkungen.